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Geschrieben von Administrator   
Freitag, 7. August 2009
Nutzung der Flächen des Ex-Eurasia Med?

Nun ist der Sommer bald vorbei und auch nach 4 Monaten hört man nichts von einer Belebung der Flächen des Ex-EurasiaMed. Diese Flächen befinden sich in einem  Neubau im Asia Spa und sollen dem gesamten Projekt weitere Einnahmen verschaffen.
Nichteinnahmen hinterlassen wohl auch bei diesem Projekt schlussendlich ein Loch in der Gemeindekassa und belasten umgehend den Steuerzahler – soll heißen uns alle, die wir hier in dieser Stadt leben und wohnen. 
Im Juni wurde mir auf Grund meiner Nachfrage in der Stadtratssitzung mitgeteilt, dass es einige Interessenten gäbe und man doch auch bedenken müsse, dass ein neuer Mieter sich die Miete leisten muss können. Dabei war von ca. € 15.000,- die Rede. Diese Summe mutet eigenwillig an, da im Zuge des Konkurses des EurasiaMed zu hören war, dass es sich hierbei um eine Fläche von mehr als 900 m² handle, wobei sich der Quadratmeterpreis auf 5 € belaufe. Schenkt man den Verantwortlichen nun Glauben und sind es wirklich 900m², so müsste der neue Mieter gemäß meinen Informationen aus der Stadtratssitzung pro m² € 16,66 aufbringen.

Wie lässt sich erklären, dass die Betreiber des EurasiaMed mit diesem geringen Mietpreis in Konkurs gegangen sind und ein Neumieter mit einer mehr als 3-fachen Miete überleben soll?  Dies zeigt auch einmal mehr, dass die damalige Gesellschaft mit ihrem Prokuristen – dem Stadtamtsdirektor unserer Stadt  - Dr. Wolfgang Domian beste Konditionen genießen durfte und das Schiff trotzdem spektakulär zum Kentern brachte.  Schon allein deshalb wäre es angebracht, die Zahlen dieser verflossenen GesmbH an das Tageslicht zu bringen. Behaupten kann man so Einiges, aber die Wahrheit liegt in der Bilanz und der Offenlegung aller Konten. Da es wohlgemerkt das Geld der Leobener Bevölkerung und kein Privatvermögen betrifft, wäre dies aus meiner Sicht eine Selbstverständlichkeit.

Damit würde dann auch zutage treten, mit welchen Summen sich die Prokuristen und Geschäftsführer bedient haben - und das als Nebenjob für einen Stadtamtsdirektor einer Stadt mit 25.000 Einwohnern,  mehr als 500 Bediensteten und einer regulären 40-Stunden-Arbeitswoche.
In Frage zu stellen ist für die Zukunft unserer Stadt Leoben, ob dieser Stadtamtsdirektor auch mit noch anderen Firmenbeteiligungen und somit „vielfältigen, eigennützigen“ Interessen wirklich mit voller Kraft für unsere Stadt da ist bzw. sein kann.
Möglicherweise liegt auch darin eine Begründung dafür, dass Bürgermeister Dr. Konrad noch für einige Zeit im Amt bleiben möchte. „Wer weiß was von wem?“, wird schließlich die entscheidende Frage sein.
Wir als ÖVP stellen die Forderung, dass die ehemaligen Flächen des EurasiaMed umgehend einen Nachmieter finden, der  Einnahmen für das Asia Spa schafft, und somit die Stadtfinanzen – unser aller Geld – nicht weiter belasten.

Ing. Eva Maria Lipp
Vizebürgermeisterin
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